musica sacra


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Chorkonzert

Förderprojekte > Landesgartenschau

Samstag, 19. Juni 2004, 19:00 Uhr
Friedenskirche Kehl

Chorkonzert

Maurice Duruflé (1902 - 1986)
Requiem

für Chor, Soli und Orgel
Johann Sebastian Bach (1685 - 1750)
Motette „Komm, Jesu komm“

Für achtstimmigen Doppelchor
Instrumentalwerke Bachs in Bearbeitung für Chor


Ausführende:
Claudine Morgent, Sopran
Ulrich Nachtrodt, Violoncello
Traugott Fünfgeld, Orgel
Offenburger Kammerchor
Leitung: Reinhardt Bäder


Das kurz nach Beendigung des zweiten Weltkriegs entstandene Requiem des Franzosen Maurice Duruflé ist ein Werk voll tiefer Verinnerlichung und starker Gefühlsausbrüche. Die Nähe zum Todestag des nach langem Leiden am 16. Juni 1986 verstorbenen Komponisten lässt die Kehler Aufführung zusätzlich in einem besonderen Licht erscheinen. Maurice Duruflés musikalische Laufbahn begann im Chor der Kathedrale von Rouen. Nach seinem Studium am Pariser Conservatoire fühlte er sich weiterhin der französischen geistlichen Musik verbunden. Als ausgebildeter Organist spielte er an den großen Pariser Kirchen und unternahm ausgedehnte Tourneen durch ganz Europa.

Am Anfang seiner Karriere komponierte er einige Orgelstücke, danach entstanden mehrere Instrumental– und Orchesterwerke. Am bekanntesten wurd er jedoch durch sein im Jahre 1947 geschriebenes Requiem. Die Besetzung macht deutlich, dass Duruflé sich Faurés Requiem zum Vorbild nahm: Er wählte den gleichen Text zur Vertonung, die beiden Solostimmen sind die gleichen, und wie Fauré stutzte auch Duruflé die beiden letzten Zeilen des Dies irae („Pie Jesu, Domine, dona eis requiem“ - Heiliger Herr Jesus, gib ihnen Ruhe) und vertonte sie als kurzes, ergreifendes Sopran-Solo. Duruflé nutzte das musikalische Material des Gregorianischen Chorals intensiv in seinen geistlichen Werken. Das Requiem nahm seinen Ausgangspunkt in einer Reihe von Orgelstücken auf der Basis von Chorälen für die Totenmesse. Der Wunsch seines Verlegers nach der Messe kam für Duruflé sehr gelegen, ermöglichte er es ihm doch, das Material, das er bereits geschrieben hatte, noch weiter auszuführen.

Eine ideale Ergänzung findet die Programmfolge durch die Aufführung von Werken J.S. Bachs in Originalgestalt und moderner Adaption. So erklingt der Choral „Komm, süßer Tod“ in einer Bearbeitung Knut Nystedts. Er wird von verschiedenen Gruppen interpretiert, die ein unterschiedliches Metrum anlegen, wodurch es zu spannenden Reibungen und Auflösungen kommt. Der „Contrapunctus I“ aus der „Kunst der Fuge“ wird nach einer Idee von Dieter Schnebel zu einem zwölfstimmigen raumgreifenden Opus, das aus verschiedenen Ecken der Kirche erklingt.


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