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Förderprojekte > Landesgartenschau
Samstag, 16. Oktober 2004, 19:00 Uhr
St. Johannes-Nepomuk-Kirche Kehl
Chorkonzert
Francis Poulenc (1899 - 1963)
„Gloria“
für Sopran, Chor und Orchester
Giacomo Puccini (1858 - 1924)
„Messa di Gloria“
für Tenor, Bass, Chor und Orchester
Ausführende:
Christine Gehringer, Sopran
Joaquin Asiain, Tenor
Martin Risch, Bass
Kantorei Kehl, Motettenchor Achern, Mitglieder des Figuralchor Offenburg
Kammerorchester an der Universität Karlsruhe (Einstudierung: Dieter Köhnlein)
Leitung: Hansjürgen Hörnel
Hansjürgen Hörnel war über 10 Jahre Organist an der Friedenskirche in Kehl. Nach seiner Ausbildung zum Musiklehrer an der Musikhochschule in Freiburg unterrichtete er die Fächer Musik und Geographie zunächst an den Gymnasien in Gengenbach und Kehl, bevor er für 8 Jahre an die Deutsche Schule in Rom wechselte. Derzeit arbeitet er am Schiller-Gymnasium in Offenburg. Als Dirigent leitete er in seiner Kehler Zeit das Kehler Kammerorchester und den von ihm gegründeten kammerchor. Weiter führende Dirigierstudien absolvierte er bei Prof. Francis Travis in Freiburg und in einem Dirigierkurs bei Leonhard Bernstein in Rom.
Francis Pulenc sah häufige Stil– und Klangwechsel als selbstverständliches Charakteristikum seiner Persönlichkeit. Vielschichtigkeit, Abwechslungsreichtum aber auch Widersprüchlichkeit bestimmen seine Kompositionen. Stark beeinflusst wurde er vor allem durch den Neoklassizismus Igor Strawinskys.
Das „Gloria für Solo-Sopran, Chor und Orchester“ mischt Eklektizismus mit überfließenden Gemütsbewegungen und schwärmerischem Tonfall. Der Übermut des einleitenden Allegros löste bei der Uraufführung einen Skandal beim frömmelnden Publikum aus. Die Glückseeligkeit und Fröhlichkeit, die Poulencs Komposition ausströmt, stieß damals auf Unverständnis. Mit dem Bild vollkommenen Friedens beschließt das Amen das beeindruckende Werk.
Giacomo Puccini wuchs mit geistlicher Musik auf. Als Mitglied im Chor von San Martino in Lucca und als ausgezeichneter Organist lernte er früh die strengen Formen des Kontrapunktes kennen und beherrschen. Durch das Erlebnis seines ersten Opernbesuches in Pisa zur Aufführung einer oper von G. Verdi—er legte Hin– und Rückweg zu Fuß zurück - kam seine Begeisterung für die Oper hinzu. Beide Stilelemente verbinden sich in der „Messa die Gloria“ in idealer und begeisternder Weise. Es ist unverständlich, dass Puccini nie veruscht hat, diese Komposition nach der positiv beurteilten Uraufführung zu veröffentlichen und das Werk so bis 1951 warten musste, um ein zweites Mal aufgeführt zu werden.
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