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Förderprojekte > Landesgartenschau
Sonntag, 7. März 2004, 17:00 Uhr
St. Johannes-Nepomuk-Kirche Kehl
Chorkonzert
Joseph Haydn (1732 - 1809)
„DIE SCHÖPFUNG“
Oratorium nach Miltons „Verlorenem Paradies“
Ausführende:
Petra Rosenberg, Sopran (Gabriel, Eva)
Jens Paulsen, Tenor (Uriel)
Clemens Morgenthaler, Bass (Raphael, Adam)
Chor St. Joh. Nepomuk, Kehl & Kantorei Kehl
Orchester der Kehler Musikfreunde
Leitung: Helmut Seeg und Andreas Dilles
Zum Werk:
Normalerweise kommt so etwas nur in der Schule vor: Ein englischer Text wird ins Deutsche übersetzt. Dieser deutsche Text wird anschließend wieder ins Englische rückübersetzt ...
Die SCHÖPFUNG ist ein Markstein in der Geschichte des Oratoriums und war das erste auf Dauer erfolgreiche Werk dieser Art auf dem Kontinent, nachdem die Händelschen Oratorien zu dieser Zeit längst vergessen waren und nur in England noch die Händeltradition weiter gepflegt wurde. Und vermutlich war es dem Umstand zu verdanken, dass Haydn der englischen Sprache nicht mächtig war, dass es nicht auch der SCHÖPFUNG so erging wie den Händel-Oratorien. Die Anregung zur Komposition kam nämlich aus England, wo sich Haydn Anfang der 1790er Jahre befand. Der Text des Oratoriums ist nicht etwa der biblische Schöpfungstext, wie man auf den ersten Blick glauben könnte, sondern die Übersetzung eines englischen Gedichtes (weil Haydn auf einen deutschen Text bestand). Nach der Komposition wurde das Oratorium wieder ins Englische übersetzt, um dann vor allem auf der Insel größte Triumphe zu feiern. Mögen auch Einzelheiten der Partitur, so die Schilderung von Naturereignissen oder Tierarten, manchem heute naiv erscheinen, mögen die Gesänge des ersten Menschenpaares im letzten Teil des Werkes wie eine Vorschau auf die ländliche Welt der „Jahreszeiten“ wirken - schließlich haben die Frische der melodischen Erfindung Haydns und seine Meisterschaft im Handwerklichen der SCHÖPFUNG bis heute einen festen Platz in der lebendigen Musiktradition gesichert.
Zu unserer Aufführung:
In der Besetzung des Werkes geht Haydn über die übliche klassische Orchesterbesetzung hinaus: Er schreibt zur üblichen Bläserbesetzung von je zwei Flöten, Oboen, Klarinetten, Fagotten, Hörnern und Trompeten noch eine dritte Flöte, ein Kontrafagott und drei Posaunen vor. Entsprechend nuancenreich sind die möglichen Klangfarben gestaltet, die meisten Instrumente haben auch solistische Aufgaben. Wir führen das Oratorium in der originalen Besetzung und im originalen Aufbau, d.h. ohne Streichungen, auf.
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